Veranstaltungen um die Deutsche Meisterschaft
19.1.2010 • Kategorie: Wettbewerbe
So wie der Modellflug viele Sparten besitzt wie Motorflugzeuge, Segler, Hubschrauber, Scale/Semi-Scale-Modelle, Turbinen-Modelle, Slow-Flyer usw, so gibt es in jeder Sparte auch den Kunstflug. Im Sportreferat Motorkunstflug im DMFV beschäftigen wir uns mit Propeller-angetriebenen Kunstflugmodellen, unterscheiden aber nicht zwischen reinem Zweck-Modellen und z.B. Semi-Scale-Modellen, nicht zwischen groß oder klein, nicht zwischen leicht oder schwer, nicht zwischen Elektro- oder Verbrennungsmotor als Antrieb, nicht zwischen jung und alt. Auch haben wir keinen Anspruch es den bemannten Kunstflugzeugen nachzumachen (was aus physikalischen Gründen ja doch nicht so richtig klappt).
Die einzige Modellbeschränkung liegt im Gewichtslimit von 25 kg und der max. Lärmemission beim austragenden Vereins. Bei den Wettbewerben im Motorkunstflug sind alle willkommen, die Spaß am exakten Fliegen von Kunstflugfiguren haben. Spektakuläres Fliegen ist beim FreeStyle-Cup gefragt, der beim vierten Wettbewerb des Jahres mit ausgetragen wird. Hier wird auch Rauch, Flatterbänder und Musik mit eingesetzt. Bei den vier Wettbewerben der Saison wird das Modell in der sogenannten Kunstflugbox geflogen.
Es gibt drei Schwierigkeitsstufen: Hobby-, Sport- und Expertenklasse. Diese drei Klassen werden bei den Wettbewerben im Motorkunstflug am selben Wochenende geflogen. In jedem Jahr gibt es vier eigenständige Wettbewerbe ohne Vorqualifikation. Ergänzt werden die Wettbewerbe durch spezielle Kunstflugseminare. Wer die Teilnahmebedingungen (intaktes Fluggerät, Versicherungsnachweis, Gewichtslimit 25 kg und max. Lärmemission für den einzelnen Wettbewerb) erfüllt, kann mitfliegen.
Das vom Schwierigkeitsgrad einfachste Flugprogramm ist die Hobbyklasse. Hier werden nur Kunstflugfiguren in der Mitte der Kunstflugbox bewertet, die sogenannten Zentralfiguren. Die geforderten Figuren sind die Grundfiguren des Kunstfluges. Die Wenden kann man frei gestalten, sie werden auch nicht bewertet.
Schon etwas anspruchsvoller ist das Kunstflugprogramm der Sportklasse. Hier fliegen wir schon ein sogenanntes Wendefigurenprogramm, d. h., dass zwischen Start und Landung alle Kunstflugfiguren vorgeschrieben sind – also Zentral- und Wendefiguren. Das Programm besteht zur Zeit aus 15 Kunstflugfiguren, die vom reinen Schwierigkeitsgrad her noch nicht so schwer sind. Das Programm lässt sich sehr harmonisch fliegen. Es ist abgeleitet von einem zukünftigen Expertenprogramm mit einfacheren Rollenkombinationen und weniger Rückenflugpassagen.
Mit der “neuen” Sportklasse soll der Einstieg in Expertenklasse einfacher gestaltet werden. Das Flugprogramm der Sportkasse soll daher künftig ein Jahr vor der Änderung der Expertenklasse neu gestaltet werden und zwar wenn möglich so, dass die Figuren der künftigen Expertenklasse entschärft übernommen werden. Das heißt einfachere Rollenkombinationen, ggfs. weniger Snaps und weniger Rückenflugpassagen. Da sich das FAI F3A Programm turnusmäßig in 2010, 2012, usw. ändert, lehnen wir 2009 die Sportklasse an das 2010er Programm an und ändern es dann in 2011 für das 2012er F3A-Programm – usw. Die nächste Sportklasse fliegen wir also 3 Jahre, weiterhin dann nur noch zwei Jahre. Dieses Flugprogramm ist an das FAI F3A Programm P11 angelehnt.
Im Jahr 2008 ist dieses Programm erstmals eingesetzt und mit großem Erfolg von den Piloten angenommen worden. Man kann mit der Hobbyklasse einsteigen und aufgrund seiner persönlichen Entwicklung und seinen Fähigkeiten bis zur Expertenklasse vordringen.
In der Expertenklasse wird immer das zur Zeit aktuelle, internationale F3A-Programm geflogen. Dieses Wendfigurenprogramm besteht zur Zeit aus 17 Kunstflugfiguren und stellt die höchsten Anforderungen an die Piloten. Im Wettbewerb wird der 2. Durchgang als Unbekannte geflogen. Der 1. und 3. Durchgang ist das bekannte F3A-Programm.
In der Expertenklasse wird auch die Deutsche Meisterschaft ausgeflogen. Das bekannte Flugprogramm der Expertenklasse ändert sich alle 2 Jahre. Jeder kann sich so seinen Schwierigkeitsgrad bei den Flugprogrammen, den er fliegen will, aussuchen – wichtig ist der Spaß an der Sache!
Um einen leichten Einstieg in die Materie Kunstflug zu ermöglichen, wird vor den Wettbewerben ein Kunstflugseminar durchgeführt. Hier ist der interessierte Einsteiger genau so willkommen wie der „Profi“. Es gibt eine intensive Einweisung in die Kunstflugfiguren, ausgiebiges Flugtraining, Hinweise zur Modellauswahl und zum Einfliegen eines Kunstflugmodells.
Bei den Wettbewerben steht stets die Freude am Kunstflug im Vordergrund. Ein besonderer Vorteil der DMFV-Wettbewerbe ist, dass Anfänger und Experten gemeinsam am selben Wochenende fliegen. So kann der Anfänger hautnah die eingesetzte Technik und auch den Flugstil der Experten „abgucken“. Man kommt so selbst schneller mit seinem Können voran. Auch wenn es um Tipps zum Fliegen der einzelnen Flugfiguren, zur Modelleinstellung oder zur Technik geht, die Experten helfen immer gern weiter. An den Abenden sitzt man oft noch lange in gemütlicher Runde zum Klönen und Fachsimpeln beisammen.
Als Sportgerät wird eine breite Modellpalette eingesetzt. Diese reicht von den bekannten Kunstflugmodellen aus den späten 80er Jahren, die auch in der Sportklasse noch ausreichen, bis zu den bekannten aktuellen HighTech-Kunstflugmodellen. Auch Großmodelle mit Benzinmotor und Elektroflugmodelle werden in der Expertenklasse mit Erfolg eingesetzt.




















